Fremdeln

Fremdeln ist ein rein instinktives Verhalten des Kindes, welches vor dem vermeidlichen Eindringling zurückweicht und sich an seine Bezugsperson schmiegt.

Das Fremdeln bezieht sich auf alle unbekannten Personen und denen zu denen das Kind keine Bindung aufgebaut hat. Es dient dem Überleben. Es dient dazu, dass es nicht mit Fremden mit geht bzw. sich mitnehmen lässt. Sondern sich aktiv in den Schutz seiner Bindungsperson zu begeben. Erst wenn das Kind selbst eine Bindung/Kontakt zu dem Fremden aufgebaut hat und zwar, weil es das Verhalten der Bindungsperson beobachtet hat, hört die Abwehr bzw. der Rückzug auf.

Nichts könnte natürlicher sein, als unangenehmen Annährungen von Fremden auszuweichen. Dennoch haben wir alle schon miterlebt, wie Eltern bereits ihre Babys für diese abweisende Geste zurechtwiesen und sich bei anderen Erwachsenen für die Unhöflichkeit ihres Kindes entschuldigten. Bei Kleinkindern finden Erwachsene diese Reaktionen erst recht unverständlich und bei älteren Kindern völlig inakzeptabel.

 


Siehe hierzu auch die Texte von Gordon Neufeld