Unsere Siedlung: ein Pilotprojekt

Wir wollen zeigen, wie wir Leben, Arbeit und Natur wieder miteinander vereinbaren können. Denn in unserer Siedlung leben und arbeiten wir, und mit unserem alltäglichen Tun schützen wir aktiv die Natur und geben ihr zurück, was der Mensch ihr genommen hat.

Wir zeigen, wie wir uns selbst versorgen können, sowohl mit Lebensmitteln als auch mit Gebrauchsgegenständen (Handwerk) und wie ein Gemeinschaftsleben aussehen kann, in dem jeder einzigartig ist und bleibt.

 

Natürlich wollen wir in erster Linie selbst dieses Leben führen.

Aber wir wollen auch jedem die Möglichkeit geben, alles, was für diese Art zu leben wichtig ist, zu erfahren und zu lernen. Dafür wird es zahlreiche gemeinnützige Angebote geben.

 

Lasst euch inspirieren und begeistern für eine harmonische und wunderschöne Welt!

Die Landsitze um ein (vormals aussterbende) Dorf verteilt.
Die Landsitze um ein (vormals aussterbende) Dorf verteilt.

 

In erster Linie möchten wir Menschen finden, die mit uns in dieser Siedlung leben wollen. Außerdem möchten wir die Möglichkeit, auf diese Art und Weise zu leben, weit verbreiten, um anderen Menschen eine Inspiration zu sein, ein Leben in Unabhängigkeit und in Harmonie mit der Natur und sich selbst zu leben.
Natürlich freuen wir uns auch über jede Art von Hilfe, seien es Informationen und Inspirationen, praktische Hilfe oder Sach- und Geldspenden.

Kontakt:
E-Mail: k.rueckstiess@gmx.de
Tel.: 030/ 97 00 8 202

Im Moment haben wir noch kein Land. Für Informationen über entsprechend große Grundstücke wären wir sehr dankbar.

Wir suchen im Moment in Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern, Schleswig Holstein, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Allgemeines
Auf ca. 60 Hektar Land entsteht eine Siedlung für ca. 32 Familien. Jede Familie lebt auf seinem Hektar Land und versorgt sich darauf auf ökologische und biologische Weise selbst. Das Ziel ist eine autarke Lebensmittelerzeugung und -versorgung.
Die Menschen dieser Siedlung sollen jedoch nicht nur in ihrer Ernährung autark sein, sondern auch in vielen anderen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens.
Angestrebt sind eine eigene Kita, eine Schule, eine Tischlerei, eine Schmiede, eine Weberei und Näherei, eine Töpferei, eine Glaserei, eine Molkerei, eine Mühle, eine Bäckerei, der Anbau von Getreide, gerne auch das Halten von Kühen, Schafen, Schweinen sowie Pferden, wenn sich dafür jemand berufen fühlt. Dazu brauchen wir natürlich Menschen, die diese Tätigkeiten aus ihrem Herzen heraus machen möchten. Hühner, Enten und andere Kleintiere kann jeder, sofern er will, selber halten.

Im Zentrum gibt es ein Gemeinschafts- und ein Gesundheitshaus und einen Festplatz mit Feuerstelle.
Im Gemeinschaftshaus befinden sich die Räumlichkeiten der Kita und der Schule, eine Bastelwerkstatt, ein Cafè, ein Festsaal, der auch für Versammlungen etc. genutzt wird und ein “Laden” für Kleider und Lebensmittel.
Im Gesundheitshaus gibt es einen großen Bewegungsraum, Entspannungs- und Behandlungs- und Vortrags-/Seminarräume. Außerdem befinden sich hier Räume, in denen Familien und Einzelpersonen zeitweise leben können, welche die Angebote der Siedlung in Anspruch nehmen.

Die Gemeinschaft
Innerhalb der Gemeinschaft findet unentgeltlicher Austausch statt. Jeder, der Teil dieser Siedlung ist, hat sich vorher genau überlegt, wie sein Leben aussehen soll und v.a. was er machen will. Seine Tätigkeit muss seinem Herzenswunsch entsprechen. Wenn dies der Fall ist, tut er das, was er tut, aus sich selbst heraus und braucht keine Entlohnung. Sein Lohn ist die Schaffenslust und die Freude der anderen. Alles, was über die Selbstversorgung hinaus geht, bekommt jeder von der Gemeinschaft (sofern alles zur Verfügung steht) kostenfrei. Jeder hat sein Grundstück und kann dort für sich leben. Jedoch muss klar sein, dass jeder in den Schul- und Kitaalltag und in die Gemeinnützigkeit regelmäßig mit eingebunden ist. Wie dies genau aussieht, kommt auf die ausgeübte Tätigkeit und auf den Wunsch an, wie der Einzelne sich einbringen will. Dies wird im Vorfeld genau besprochen.
Die Mitglieder der Siedlung sind immer Mitglieder des Vereins.

Die Einnahmen, die jeder Einzelne im Rahmen der gemeinnützigen Angebote des Vereins generiert, werden grundsätzlich für den Verein genutzt, zum Beispiel für anfallende Kosten wie die Grundsteuer für das gesamte Grundstück, Telefon, Strom*, Wasser**, Abwasser**, Müll***, Versicherungen****, Bauen, Materialeinkauf, usw.

In der Vereinssatzung ist auch festgelegt, dass die Siedlungsmitglieder für ihre Tätigkeit angemessen vergütet werden können.

* Hier wird auch eine Selbstversorgung angestrebt.
** Wir wollen uns aus Grund- Fluss- oder Teichwasser selbst mit Wasser versorgen und dieses auch selbst reinigen, somit würde z.B. auch kein Abwasser anfallen. Es liegt jedoch im Ermessen der Behörden, ob sie Gebühren verlangen.
***Bei weitgehender Selbstversorgung fällt theoretisch kein Müll an.
****Hier gibt es noch Informationsbedarf. Meiner Ansicht nach braucht man keine Versicherung.

Regelmäßig gibt es Versammlungen, bei denen wir alles besprechen können. Jeder kommt zu Wort und es wird respektvoll und ehrlich miteinander umgegangen.

 

Ein etwas anderer Hektar

Wie wir wissen gibt es den einen oder anderen älteren Mitmenschen für den ein ganzer Hektar einfach zu viel ist. Daher gibt es in unserer Siedlung einen Hektar auf dem vier Parteien leben und wirken dürfen. Diese vier Parteien können ihre jeweils eigenen kleinen Häuser haben oder zusammen wohnen. Auf jeden Fall bewirtschaften sie den Hektar gemeinsam. Sie schaffen gemeinsam die Biotope und ergänzen sich im Anbau zur Selbstversorgung. Sie wirken also wie eine Familie auf ihrem Familienlandsitz.


Gemeinnützigkeit
Jede Familie bietet nach ihrem Ermessen eine gemeinnützige Tätigkeit in der Siedlung an. Einzelheiten sind weiter unten beschrieben.
Alle erzeugten Produkte, die über die Selbstversorgung innerhalb der Siedlung hinaus gehen, können außerhalb der Gemeinschaft verkauft werden.

Unser Siedlungsgebiet ist für jeden zugänglich. Zwischen den einzelnen Grundstücken gibt es Wege, die alle zum Zentrum führen. Zu den verschiedenen Festen sind natürlich auch alle eingeladen.


Gemeinnützige Angebote
1) Angebot von Katja Rückstieß: Zusammenwachsen der Familie (Teil der Angebote des Gesundheitshauses)
Hauptaugenmerk meiner Tätigkeit liegt darauf, dass Familien wieder zusammenwachsen. Mit Hilfe von Wissensvermittlung und Gesprächsaustausch werden Eltern wieder dazu befähigt, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Auf diese Weise soll die Sicherheit und das Vertrauen zurückgewonnen werden, mehr auf das Bauchgefühl zu hören. Alle Angebote werden möglichst von der gesamten Familie in Anspruch genommen. Auf jeden Fall sind die Kinder immer dabei.
Die Familien werden in das Gemeinschaftsleben so weit wie möglich integriert, während sie bei uns sind, unabhängig davon, ob sie bei uns wohnen oder nicht. Sie beteiligen sich z.B. am Anbau, an den Ernten, an der Weiterverarbeitung und an der Tierpflege, sowie am angebotenen Handwerk.

 

2) Ein Hektar für Waisenkinder
Auch möchten wir einen Hektar zur Nutzung für Waisenkinder reservieren. Die Kinder können hier ihre eigenen Beete anlegen, ihre eigenen Früchte ernten und gegebenenfalls verarbeiten. Wir möchten, dass sie einen Ort haben, in dem sie sich heimisch fühlen können. Damit sie frei sind, sich selbst kennenzulernen, zu erfahren, was sie können und was sie wollen; all das, was ihnen aufgrund ihrer fehlenden Familie sonst nicht möglich wäre.

3) Andere Angebote
Weitere gemeinnützige Angebote können z.B. sein, bei einem Handwerk mitzumachen und es zu erlernen. Details zur Gestaltung des einzelnen Angebotes besprechen wir dann, wenn jeder seine individuelle Vorstellung präsentiert hat.

4) Ein Hektar für Flüchtlinge
Wir halten uns auch die Möglichkeit offen einen Hektar für Flüchtlinge zu reservieren. Wir möchten, dass Flüchtlinge, die ein ernsthaftes Interesse an dieser Lebensweise haben, hier die Möglichkeit bekommen, ihr eigenes Gemüse etc. anzubauen. Da wir dies vielen ermöglichen möchten, möchten wir nicht, dass nur eine Familie den Hektar bewirtschaftet. Ziel ist es, auch Menschen aus anderen Ländern, diese Lebensart zu zeigen in der Hoffnung, dass sie dies auch mit in ihre Heimatländer tragen, sodass sie auch dort ein Paradies schaffen können. Wir wissen, dass die meisten Probleme unter den Flüchtlingen entstehen, weil sie hier keine Aufgabe haben und wenig bis gar kein Lebensgefühl. Dieses möchten wir ihnen ermöglichen. Auch möchten wir uns von ihnen inspirieren lassen und ihre Kultur und Lebensweise kennenlernen. Denn vieles, was bei uns schon in Vergessenheit geraten ist, haben sie in ihrer Heimat noch gelebt. Andererseits sehen wir bei ihnen oft den Übergang von einer gelebten Gemeinschaft in die Isolation, in der die meisten hierzulande heute leben. Dem möchten wir gerne entgegenwirken.

 
Anbau von Pflanzen
Es ist strikt untersagt, irgendwelche Chemikalien einzusetzen. Ausschließlich natürliche Mittel, wie z.B. Brennnesseljauche, sind gestattet. Auch Kunstdünger darf nicht zum Einsatz kommen.

Der Garten/das Grundstück wird so gestaltet, dass ein ökologisches Gleichgewicht hergestellt wird und vielen Tieren (Insekten, Vögeln, Echsen, Säugetiere) ein Zuhause gegeben wird.

Dies unterstützt gleichermaßen die Natur und den Anbau (z.B. bezüglich Schädlinge).

Wir pflegen einen respektvollen und liebevollen Umgang mit den Pflanzen.

Umgang mit Tieren
Es ist Voraussetzung, dass jeder, der Tiere halten will, sich über die für das Tier optimalen und natürlichsten Bedingungen informiert und diese umsetzt.
Kühe:
Bei uns gibt es, wenn überhaupt, dann nur eine muttergebundene Kälberaufzucht. Das heißt, dass die Kälber bei ihrer Mutter bleiben und bei ihr trinken. Während dieser Zeit wird auch gemolken. Dabei muss natürlich eine vertrauliche Beziehung zwischen Melker und Kuh bestehen.
Zur Käseherstellung benutzen wir mikrobielles und pflanzliches Lab.

Bei Schafen und Ziegen gilt das Gleiche.

 

Hausbau und Wasser

Die Häuser in der Siedlung werden alle mit Naturmaterialien gebaut, also mit Lehm, Stroh oder Holz. Wir wollen die Häuser selber bauen, gerne gemeinschaftlich.

Des Weiteren haben wir uns entschlossen, dass jeder einen Brunnen, eine Pflanzenkläranlage und eine Komposttoilette haben soll. Es werden also keine Anschlüsse verlegt. Wir reinigen das Wasser selbst, somit entsteht kein Abwasser. Dies gilt für uns als wichtiger Bestandteil der Selbstversorgung, der Schaffung natürlicher Kreisläufe sowie des Naturschutzes.

 

Siedlung um und in der nähe einer Kleinstadt
Siedlung um und in der nähe einer Kleinstadt

Mögliche Rundsiedlung auf weiter Flur
Mögliche Rundsiedlung auf weiter Flur

Hier könnt ihr euch die Projektmappe anschauen und speichern und auch gerne weiter geben.

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