Satzung Lebensreich

§ 1. Name, Sitz, Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen "Lebensreich".
2. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Mit Eintragung in das Vereinsregister
    führt er den Namenszusatz  ,,e.v."

3. Der Verein hat seinen Sitz in Berlin.
4. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

 

§ 2. Zweck des Vereins

1. Zweck des Vereins ist es, die Allgemeinheit in folgenden Punkten selbstlos zu fördern:  Jugend- und Altenhilfe, Natur- und Umweltschutz, Tierschutz, Schutz von Ehe und Familie, Tierzucht und Pflanzenzucht.
Wir wollen vielen Menschen ein Beispiel sein, wie der Mensch in Harmonie mit der Natur, seinen Mitmenschen und sich selbst leben kann. Eigenständig und Miteinander.
Wir schaffen wieder natürliche Lebensräume für uns, die Pflanzen und die Tieren, so dass die Natur wieder zu ihrem ökologischen Gleichgewicht finden kann.
Wir versorgen uns selbst auf natürliche, biologische und Umwelt schützende Art und Weise und vermitteln dieses Wissen an jeden, der es erfahren und erlernen will, damit dieser es für sich anwenden und weitergeben kann. Dabei verzichten wir nicht unbedingt auf Technik, sondern verwenden diese, wenn es von Nutzen ist, unter oben genannten Bedingungen.
Hier ist besonders das Handwerk interessant und das Wiedererlangen der Fähigkeit Geräte und Materialien selbst herzustellen und zu verändern.
Über verschiedene Angebote ermöglichen wir es jedem, handwerkliche und landwirtschaftliche Tätigkeiten kennen und anwenden zu lernen.
Das Augenmerk liegt darauf, durch dieses Wissen wieder selbstbewusster und angstfreier und damit unabhängiger zu werden.
Innerhalb der Siedlung leben wir in einer Gemeinschaft, an welcher Menschen, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, automatisch teilnehmen bzw. einen Eindruck davon bekommen, wie ein solches Gemeinschaftsleben aussieht. Dies soll dazu beitragen, das Gemeinschaftsleben wiederzubeleben.

Einen besonders hohen Stellenwert genießen Familien. Deshalb werden vor allem Familien eingeladen unsere Angebote in Anspruch zu nehmen. Auch hier geht es um die Entwicklung des Individuums hinein in die Selbständigkeit und gleichzeitig darum, dass die Familie wieder zusammenwächst und die einzelnen Familienmitglieder wieder gemeinsam und nicht nebeneinander her leben.
Der Verein hat weiterhin die Aufgabe interessierten Menschen die Möglichkeit zu bieten, zu den genannten Themen eigene Erfahrungen zu sammeln, die Erkenntnis seiner Verantwortung gegenüber sich selbst und seiner Umwelt sowie ein tieferes Gefühl der Wertschätzung gegenüber seinen täglichen Lebensmitteln zu entwickeln. Die Angebote sind so ausgerichtet, das Jung und Alt wieder zueinander finden und in den Alltag integriert werden. Außerdem integrieren wir Flüchtlingsfamilien und Waisenkinder.


2.  Diese Zwecke werden insbesondere verfolgt durch:

a) Schaffung verschiedener Biotope durch Pflanzen und Säen von Bäumen, Sträuchern und

andere Pflanzen, sowie durch das Anlegen von Teichen und einem See

b) Haltung und Behandlung von Tieren, ihrer Art entsprechend (ausreichend Platz, natürliches Futter, keine Trennung von Kind und Mutter, etc.) und Herstellung von Lebensmitteln auf biologische und Umwelt schützende Art und Weise
c) Bau und Einrichten verschiedener Werkstätten, in denen die verschiedenen Handwerke vorgestellt, erlernt und
ausgeführt werden können

d) Treffen, Vorträge, Kurse und Seminare zu Themen des biologischen und ökologischen Anbaus zur Selbstversorgung und zur Gartengestaltung, zum Kennenlernen und Erlernen eines Handwerkes und zur Entwicklung einer höheren Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln und allen Dingen des täglichen Gebrauchs
e) Treffen, Vorträge, Kurse und Seminare zu Themen der Selbstentwicklung, zur Entwicklung von Selbstbewusstsein, Individualität und Eigenständigkeit, zum Erkennen des eigenen Wertes, der eigenen Fähigkeiten und der eigenen Wünsche, zum Erlernen der Wahrung der persönlichen Grenzen und Bedürfnisse, zum Wiedererlangen der eigenen Kompetenz bezüglich des eigenen Lebens und zum Fällen eigenständiger Entscheidungen, auch für seine Kinder. Das Erlernte stärkt die Kompetenz, harmonisch in einer Gemeinschaft zu leben.

 

3. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er ist selbstlos
    tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins
    dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten
    keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft.
4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder
    durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden. Werden Mitglieder über die
    im Verein üblichen ehrenamtlichen Aufgaben hinaus tätig, können sie auf Beschluss der
    Mitgliederversammlung eine Vergütung erhalten, die sich an den Tarifverträgen
    vergleichbarer Branchen orientiert. Dies gilt auch für den Vorstand und alle anderen
    satzungsgemäß bestellten Amtsträger.
5. Bei Auflösung oder Aufhebung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter
    Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an eine juristische Person des öffentlichen
    Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung zum
    Natur- und Umweltschutz, zum Tierschutz und zum Schutz von Ehe und Familie.

 

§ 3. Mitgliedschaft

1. Mitglied des Vereins kann grundsätzlich jede natürliche und juristische Person werden.
2. Es gibt zwei Mitgliederarten. Mitglieder A: sind alle die in der Siedlung wohnen und für
    den Verein tätig sind. Mitglieder B sind alle Menschen, welche die Angebote des Vereins
    in Anspruch nehmen.
3. Der Antrag zur Aufnahme für Mitglieder A (Siedlungsmitglieder) ist an den Vorstand zu
    richten, welcher auch über die Aufnahme entscheidet.
3. Mitglieder B können ihren Antrag auf Mitgliedschaft bei jedem Amtsträger und Mitglied
    A stellen. Mit Aufnahme erfolgt eine schriftliche Vereinbarung, in der die Mitgliedsdauer
   und der Mitgliedsbeitrag geregelt sind.
4. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod des Mitglieds bzw. durch
   Beendigung der Liquidation einer juristischen Person.
5. Der Austritt aus dem Verein kann nur zum Ende eines Kalenderjahres mit einer Frist von
   mindestens drei Monaten erfolgen. Der Austritt ist durch schriftliche Erklärung dem
   Vorstand anzuzeigen.
6. Der Vorstand kann durch Beschluss ein Mitglied beim Vorliegen wichtiger Gründe
    ausschließen. Diese liegen insbesondere vor

a) bei groben Verstößen gegen die aus der Satzung folgenden Verpflichtungen eines
    Mitgliedes, gegen Beschlüsse und Anordnungen der Vereinsorgane und/oder gegen

    den Zweck und/oder die Interessen des Vereins;
b) bei Zahlungsverzug und zweimaliger erfolgloser Mahnung.
   Der Beschluss des Vorstandes über die Streichung soll dem Mitglied mitgeteilt werden.
   Vor der Beschlussfassung muss der Vorstand dem Mitglied Gelegenheit zur

   mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme geben.

7. Im Falle des Ausscheidens aus dem Verein geht das in den Verein eingebrachte Vermögen
   des ausscheidenden Mitglieds in das Vereinsvermögen über. Dies beinhaltet auch auf dem
   Grundstück stehende Gebäude und Bauten, sowie die Bepflanzung.
8. Mitglieder, die aus dem Verein ausscheiden, haben keinen Anspruch auf Anteile aus dem
    Vereinsvermögen.
9. Mitglieder, die aus dem Verein ausscheiden, haben keinen Anspruch auf Anteile aus dem
    Vereinsvermögen.
10. Die Mitgliederversammlung kann jede natürliche und juristische Person zum
      Ehrenmitglied ernennen.

 

§ 4 Mitgliedsbeiträge

1. Die Mitglieder A und die Ehrenmitglieder haben keine Beiträge zu zahlen.
2. Von den Mitgliedern B wird ein Geldbetrag als Mitgliedsbeitrag erhoben, der sich in
    Höhe, nach der Dauer der Mitgliedschaft und nach der Art der in Anspruch genommenen
    Angebote richtet. Hierüber bestimmt die Mitgliederversammlung.

 

§ 5. Organe des Vereins

Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

 

§ 6. Vorstand

1.  Der Vorstand des Vereins besteht aus dem Vorsitzenden.
2.  Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorstand vertreten.
3. Bei Tod oder eigenem Austrittswunsch wird ein nächster Vorstand/Vorsitzende in einer
    Mitgliederversammlung gewählt. Es reicht eine einfache Mehrheit.

 

§ 7. Zuständigkeit des Vorstands

Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Organ des Vereins übertragen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:
a) Geschäftsführung, Leitung und Verwaltung des Vereins
b) Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung sowie Aufstellung der
    Tagesordnung
c) Verwaltung des Vereinsvermögens, Buchführung, Erstellung des
    Jahreshaushaltsplans und des Jahresberichtes. Diese Aufgaben können auf Beschluss
    des Vorstands an ein anderes Mitglied übertragen werden.
d) Beschlussfassung über die Aufnahme und den Ausschluss von Mitgliedern.
e) Der Vorstand ist zur rechtsgeschäftlichen Vertretung des Vereins befugt. Bei
    seinem Handeln hat er sich stets von den Zielen des Vereins leiten zu lassen.

 

§ 8. Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:

a) Festsetzung der Höhe und Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge der Mitglieder B
b) Entscheidungen über Beschwerden gegen Ablehnung eines Aufnahmeantrages und
    gegen einen Ausschließungsbeschluss
c) Ernennung von Ehrenmitgliedern
d) Besprechung der Gestaltung der Angebote des Vereins
e) Besprechung der Angelegenheiten in Bezug auf das Gemeinschaftsleben in der

    Siedlung
f) Wahl von Amtsträgern

2. Stimmrecht haben ausschließlich der Vorstand, andere Amtsträger, Ehrenmitglieder und
    die Mitglieder A.
3. Mindestens einmal jährlich findet eine Mitgliederversammlung statt. Weitere
   (außerordentliche) Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn es das Interesse des
   Vereins erfordert, oder wenn die Einberufung von einem Sechstel der Mitglieder unter
   Angabe des Zwecks und der Gründe schriftlich vom Vorstand verlangt wird.

4. Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich und wenigstens einen
    Monat bevor sie stattfindet.
5. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom
    Vorstand und vom Protokollführer unterschrieben wird. Der Protokollführer wird zum
    Beginn jeder Versammlung gewählt. Das Protokoll soll den Ort und die Zeit der
    Versammlung, die Zahl der erschienen Mitglieder, die Tagesordnung, die
    Abstimmungsergebnisse und die Art der Abstimmung enthalten.
6. Beschlüsse der Versammlung werden mit der einfachen Mehrheit der abgegeben Stimmen
    gefasst.
7. Eine Satzungsänderung kann nur mit einer Mehrheit von 9/10 der abgegebenen gültigen
    Stimmen beschlossen werden.

 

§ 9. Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen
    Mitgliederversammlung, nach einer Mehrheit von 9/10 der abgegebenen gültigen Stimmen,
    beschlossen werden.
2. Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, ist der Vorsitzende
    vertretungsberechtigter Liquidator.