Bindung

 

Bindung bedeutet in erster linie Sicherheit.

Wenn die Bindung zwischen dem Kind und der Mama (und/bzw. anderen Bezugspersonen) stark ist, ist diese wie ein sicherer Hafen, in den es jederzeit (zurück) kann. Hier erfährt es Geborgenheit und Liebe, es wird akzeptiert, wie es ist. Es bekommt Hilfe, wenn es welche will und es kann sich frei entfalten und lernen, auf seine Art und in seinem Tempo. Das Kind ist sicher, dass dieser Mensch alles dafür tun würde, dass es überlebt, wachsen und sich entwickeln kann.

Diese Sicherheit erlangt es dadurch, dass seine Bedürfnisse nach Bedarf befriedigt werden, solange das Kind es nicht selber kann.

Natürlich sind die Bedürfnisse der Mama ebenso wichtig. Hier sei v.a. das Bedürfnis nach Schlaf erwähnt.

 

Was genau sind Bedürfnisse?

Die wichtigsten sind: Nahrung, Wasser, Sicherheit, Nähe/Geborgenheit, die Freiheit sich zu entfalten.

Aber auch das Bedürfnis, das Nest sauber zu halten, ist dem Kind inne.

 

Der Unterschied zu Wünsche: siehe hier

von der Webseite http://attachment-parenting.de/

Diese Seite empfehle ich jedem, sie ist sehr schön.

 

 

Aber verwöhne ich mein Kind denn nicht, wenn ich all seine Bedürfnisse nach Bedarf befriedige?

Nein, denn verwöhnen heißt, für jemanden etwas machen, was dieser selber kann. Jedoch können Kinder ihre Bedürfnisse nicht selbst befriedigen. Sie können sich selbst nicht ernähren und auch nicht schützen. Sie sind angewiesen auf einen Erwachsenen, bis sie selber erwachsen sind.

 

 

Und wozu ist Bindung nun wichtig?

Wenn die Bindung stark ist und das Kind sich sicher ist, dass es jederzeit in diesen sicheren Hafen zurück kann, dann wagt es, die Welt zu erkunden, es wagt, sich zu entfernen, Dinge auzuprobieren. Nur so kann es sich entfalten, kann erproben, was es kann und was es mag, kann daran wachsen. Es lernt sich selbst und seine Fähigkeiten kennen. Somit hat es die Voraussetzungen, ein selbstbewusster Erwachsener zu werden, der sich auch seines Wertes bewusst ist und weiß, was er kann und was er will.