Identifikationen/IcH/Dein Selbst

 

Alles was dich stört, alle Probleme die du zu haben scheinst, kannst du lösen.

Der erste und wichtigste Schritt ist, dich selbst zu finden.

Ja, wir spielen unsere Rollen. Wir sind Angestellte, Ehepartner, Eltern, Kind, Nachbar. Aber wenn wir uns selbst nicht kennen, dann identifizieren wir uns z.B. mit diesen Rollen oder auch mit Begebenheiten und Dingen etc. Und da wir nicht fähig sind, diese Rollen zu definieren, werden sie von anderen definiert: z.B. wird uns erzählt, wie eine gute Mutter sein sollte, wie dieses oder jenes gemacht werden sollte. Auch hier wieder geben wir ab und entscheiden nicht selbst.


Wenn wir jedoch uns selbst kennenlernen, dann identifizieren wir uns mit uns. Nur dann können wir erkennen, was wir wollen, und nur, wenn wir wissen, was wir wollen, können wir unsere Rollen im Leben selbst definieren und gestalten. Dann entscheiden wir selbst, wie wir als Mutter oder Vater sein wollen. Wir übernehmen wieder die Führung, die Regie für unser eigenes Leben.

 

Alles gut und schön, aber wie geht das?
Eigentlich ist es ganz einfach, aber andererseits auch nicht. Denn: Viele Ängste stehen uns im Weg und wir sind Meister darin, uns selbst zu belügen. Je nachdem, wie verstrickt wir sind, geht es mal leichter, mal schwerer, da wieder herauszufinden.

Das erste ist, sich des Missstandes bewusst zu werden, zu erkennen, dass man die Führung über sein Leben abgegeben hat.

Das zweite ist, sich zu sagen, dass das ok war. Schuldgefühle sind fehl am Platz, auch wenn sie hier und da auftauchen werden.

Das nächste ist Mut und Ehrlichkeit.


Nach und nach, und jeder auf seine individuelle Weise, wirst du dich kennenlernen. Und das geht im Prinzip nicht viel anders, als wenn du jemanden anderen kennenlernen willst. Nur, dass du hier einfach alles fragen kannst.
Was du machst, ist dich selbst wahrzunehmen, dich zu beobachten, ohne zu urteilen. Du hörst dir selber zu, du fragst dich nach deiner Meinung und lässt alles erst einmal stehen. Du wirst aufhören, dich selbst zu ignorieren, in "man-Sätzen" zu denken oder eben zu überlegen, was andere davon halten würden.

 

Mit kleinen Dingen kannst du anfangen, z.B. indem du eine Regel hinterfragst (warum muss man beim Essen sitzen?). Es heißt nicht, dass diese Regel nicht auch weiterhin Bestand haben kann. Aber dann weißt du genau, warum du diese Regel aufstellst und übernimmst sie nicht ungefragt. Damit bist du wieder in deiner Verantwortung.
Am Anfang kann es schwierig, manchmal sogar erschreckend sein, wenn du Stück für Stück dein Leben wieder selbst in die Hand nimmst, aber schon bald wirst du feststellen, wie schön und einfach alles sein kann. Und wie viele Möglichkeiten du hast.

Und wie hilft uns das im Umgang mit unseren Kindern?

Nun auch hier werden wir sicherer und auch hier wird es einfacher. Dadurch, dass wir etwas in uns selbst verändern, indem wir frei werden von den Erwartungen anderer und wieder auf uns selbst hören, werden sich auch die Umstände ändern. Vieles wirst du anders wahrnehmen, viele Probleme werden sich von "allein" lösen.

Dadurch, dass du dich annimmst, lernst du auch deine Kinder anzunehmen, wie sie eben sind. Du siehst wieder den Zauber, der sie umgibt, und kannst dich auf sie einlassen, weil du nicht mehr abgelenkt bist durch all die Probleme und all den ach so "wichtigen" Dingen.

Die Rolle des Störfaktors löst sich auf.

 

Natürlich vollzieht sich dieser Prozess auf vielen Ebenen. Durch diese Arbeit an uns selbst verändern wir auch die Gesellschaft. Es werden sich Möglichkeiten auftun, allen gerecht zu werden: sich selbst und den Kindern. Und wir können unser Leben so gestalten, dass wir wirklich glücklich damit sind.


Wir erreichen also über diesen Weg ein harmonisches Zusammensein mit unseren Kindern.

 

Unsere Kinder spielen eine wichtige und wundervolle Rolle in unserer Entwicklung.  Sie sind wunderbare Lehrer.
Ja, von ihnen und mit ihnen können wir sehr gut lernen. Nicht nur, dass sie uns oft wunderbar unsere "Fehler" aufzeigen, sie zeigen uns v.a., wie man verzeiht und im Jetzt lebt.


Um uns selbst zu finden und zu entfalten, brauchen wir nicht allein und ungestört sein. Natürlich ist es mal gut, für sich zu sein. Diese Freiheiten werden sich mit der Entwicklung von ganz allein ergeben. Aber v.a. ist es wichtig, dass wir diese Entwicklung in unser alltägliches Leben integrieren. Und in diesem Leben spielen unsere Kinder eine wichtige und große Rolle. Daher ist es gut und wichtig, dass sie von vornherein dabei sind.